Die Kanzlei

Kosten

Hinsichtlich der Kosten die durch eine anwaltliche Beratung oder Tätigkeit entstehen können, ist es im beiderseitigen Interesse wichtig, dass größtmögliche Klarheit und Transparenz besteht. Gerne beraten wir Sie auch vorab über die entstehenden Gebühren auch im Rahmen eines Telefongespräches.

Grundsätzlich schließt derjenige, der einen Rechtsanwalt beauftragt, mit diesem einen Vertrag und trägt auch die anfallenden Kosten und Gebühren.

Weitere Informationen erhalten Sie unter den nachfolgenden Punkten.

Als besonderen Service unserer Kanzlei bieten wir Ihnen an, dass wir eine kostenlose Erstberatung vornehmen. Dies umfasst eine 5 bis 10minütige Beratung. Nicht umfasst ist davon eine ausführliche Prüfung von Unterlagen wie beispielsweise Vertragswerken, Gutachten oder Nebenkostenabrechnungen.

Es ist sehr wichtig, dass Sie alle notwendigen Unterlagen vollständig mitbringen. Dadurch ersparen Sie sich und uns Zeit und Aufwand. Wichtige Unterlagen sind in diesem Zusammenhang Verträge, Dokumente, Schriftwechsel mit der Gegenseite und weitere Beweisbelege sowie die Rechtschutzversicherungspolice, falls vorhanden. Gerne kopieren wir Ihre Originalpapiere bei uns in der Kanzlei.

Wichtig ist auch, dass Sie sich vor dem Besuch das gesamte Geschehen noch einmal in Erinnerung rufen und sich ggf. Notizen machen, um nicht wichtige Details oder Begebenheiten zu vergessen, von denen wir wissen müssen. Hilfreich ist es dabei, Eckpunkte chronologisch aufzulisten und sich auch Daten genau zu notieren. Im Vorfeld können Sie sich auch überlegen, ob Sie Zeugen benennen können, die Ihre Darstellungen bestätigen können. Insbesondere, wenn es um ein gerichtliches Verfahren geht, ist es wichtig, dass wir als Anwälte möglichst früh von allen entscheidungserheblichen Tatsachen Kenntnis erhalten.

Die Vergütung der Rechtsanwälte ist im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelt. Nach diesem bestimmt sich, was ein Rechtsanwalt für seine Tätigkeiten verlangen kann. Die Höhe der Rechtsanwalts- sowie auch der Gerichtskosten sind abhängig vom Streitwert der Angelegenheit. Der Streitwert wird durch das Gericht bestimmt. Generell gilt im Vergütungsrecht, dass das anwaltliche Honorar bei geringwertigen Angelegenheiten niedriger ist, bei höherwertigen Angelegenheiten dagegen höher ist.

Grundsätzlich gilt im Deutschen Prozessrecht das derjenige, der den Prozess verliert auch die Kosten zu tragen hat. Wenn Sie dagegen in einem Prozess obsiegen, hat Ihr Gegner sämtliche Verfahrenskosten und auch die Kosten Ihres Anwalts zu tragen.

Wenn Sie vor Gericht klagen wollen, müssen Sie als Kläger auch vorab die Gerichtskosten zahlen, damit die Klage dem Gegner zugestellt wird. Zeitgleich entstehen zu diesem Zeitpunkt auch weitere Anwaltskosten. Nach einem obsiegenden Urteil können Sie die Gerichtsgebühr und die Anwaltskosten von Ihrem Gegner zurückfordern. Dem Anwalt ist es dabei nicht möglich, Ihnen die Kosten vorzulegen, da es Anwälten untersagt ist, Prozesse vorzufinanzieren. Gerne erstellen wir Ihnen auch eine Zwischenabrechnung, damit Sie die Kosten jederzeit vollständig im Blick haben.

Weiterhin kann ein Rechtsanwalt auch Reisekosten und Abwesenheitsgeld geltend machen. Steht ein Termin an, den der Anwalt wahrnehmen muss, der nicht in seiner Gemeinde liegt, kann er vom Mandanten die anfallenden Reisekosten geltend machen. Diese betragen in etwa je nach Dauer zwischen 25,00 und 70,00 €.

Sollten Sie eine Rechtschutzversicherung abgeschlossen haben, trägt diese das Risiko für die außergerichtliche und gerichtliche Geltendmachung. Eine Rechtschutzversicherung übernimmt dabei die notwendigen Kosten, um einen Anspruch zu verfolgen oder um eine Klage abzuweisen. Dazu gehören die eigenen Anwaltskosten, die Gerichtskosten, die Kosten für die Beibringung von Beweismitteln (z.B. Sachverständigenkosten oder Zeugengebühren) sowie die Kosten der Gegenseite, falls der Prozess verloren werden sollte.

Bevor eine Rechtschutzversicherung die Kosten übernimmt, prüft sie zunächst die Notwendigkeit der Beauftragung eines Anwalts und die Erfolgsaussichten eines möglichen Rechtsstreits. Nur wenn ein Vorgehen genügend Aussicht auf Erfolg hat, wird eine Deckungszusage erteilt. Die Deckungsanfrage kann gerne kostenlos über uns erfolgen.

Die Versicherungsunternehmen bieten verschiedene Arten von Verträgen an. Vor einem Besuch ist es daher wichtig, dass Sie in Ihren Versicherungsunterlagen nachsehen, ob dieses Rechtsgebiet von Ihrem Vertrag erfasst ist (z.B. Mietrecht, Arbeitsrecht, Verkehrsrecht).

In den Allgemeinen Versicherungsbedingungen von Rechtschutzversicherungen (ARB) sind häufig eine Reihe von Ausschlusstatbeständen vorgesehen. Kosten, die die Rechtschutzversicherung in jedem Fall nicht übernimmt, sind Kosten nach dem Wechsel eines Anwalts, Kosten in Scheidungen oder Familienrechtstreitigkeiten und vorbeugende Beratungen. Auch Klagen vor dem Verfassungsgericht oder vor internationalen Gerichtshöfen sind in der Regel nicht von dem Versicherungsschutz umfasst.

Ebenfalls ist zu beachten, dass die meisten Rechtschutzversicherer eine ca. dreimonatige Wartezeit vorsehen. Wenn nach Abschluss des Vertrages in den ersten 3 Monaten ein Rechtschutzfall entsteht, muss Ihre Versicherung die Kosten nicht übernehmen.

Wenn Ihre Versicherung die Deckungszusage erteilt hat, übernimmt er sämtliche Kosten für die Geltendmachung Ihrer Ansprüche oder Abwehr der Ansprüche der Gegenseite. Sie müssen dann mit Ausnahme einer Selbstbeteiligung keine Kosten tragen. Die Höhe der Selbstbeteiligung richtet sich nach den Bedingungen in Ihrem Rechtschutzvertrag. Sie kann von uns als Anwalt nicht geändert werden. Daher ist es wichtig, dass Sie vorab in Ihrem Vertrag die Höhe der Selbstbeteiligung prüfen. Mit Ausnahme der Selbstbeteiligung entstehen Ihnen dann keine weiteren Kosten.

Damit niemand daran gehindert wird, anwaltlichen Rat in Anspruch nehmen zu können, gibt es die Beratungshilfe. Beratungshilfe beantragen können finanziell schwächere Rechtssuchende, dazu muss ein Antrag bei dem zuständigen Amtsgericht Ihres Wohnortes gestellt werden. Wird diese bewilligt, erhält der Rechtssuchende einen Beratungsschein, mit dem der Anwalt aufzusuchen ist. Beizufügen sind dem Antrag die Unterlagen über Einkommen, wie beispielsweise Bescheide, Unterlagen über die Miete, über Unterhaltspflichten und die bisherigen Unterlagen über die Rechtssache. Wenn Beratungshilfe gewährt wurde, übernimmt die Staatskasse alle anwaltlichen Gebühren. Mit Ausnahme einer geringen Gebühr in Höhe von 15,00 €, die an den Anwalt zu zahlen ist.

Die Beratungshilfe deckt die komplette Beratung durch den Rechtsanwalt ab, sowie die außergerichtliche Vertretung gegenüber Dritten und auch die Abschlüsse eines Vergleiches. Nicht abgedeckt werden von der Beratungshilfe Kosten in Strafsachen und Widerspruchsverfahren.

Voraussetzung für die Gewährung von Beratungshilfe ist, dass Ihre wirtschaftliche Situation so ist, dass Sie die erforderlichen Mittel für eine Beratung oder Vertretung nicht aufbringen können. Das sind in der Regel Personen, die laufende Leistungen zum Lebensunterhalt nach dem 12. Buch des Sozialgesetzbuches (Sozialhilfe) beziehen, aber auch andere Personen mit geringem Einkommen können die Voraussetzungen erfüllen. Für nähere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass Sie keine andere Möglichkeit haben, eine kostenlose Beratung oder Vertretung in Anspruch zu nehmen, das heißt, dass Sie keine Rechtschutzversicherung abgeschlossen haben dürfen oder Mitglied in einem Mieterverein oder einer Gewerkschaft sind. Darüber hinaus darf die Inanspruchnahme der Beratungshilfe auch nicht mutwillig sein, das heißt, Sie dürfen die Beratung nicht in Anspruch nehmen, wenn Sie im Zweifelsfall nicht auch bereit wären, die Kosten selbst zu tragen. Eine weitere Voraussetzung für die Gewährung von Beratungshilfe ist das kein gerichtliches Verfahren in dieser Angelegenheit anhängig ist, dazu gehören zum Beispiel auch Streitschlichtungsverfahren vor einer Gütestelle. Wenn schon ein Verfahren anhängig ist, können Sie Prozesskostenhilfe bzw. Verfahrenskostenhilfe beantragen.

Falls Sie einen Rechtsstreit führen müssen oder sich gegen einen solchen verteidigen, aber nicht in der Lage sind, diesen zu finanzieren, besteht die Möglichkeit, Prozesskostenhilfe (in Familiensachen Verfahrenskostenhilfe) zu beantragen. Diese können Sie erhalten, wenn Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse nicht ausreichen, die Kosten der Prozessführung aufzubringen.

Voraussetzung für die Gewährung von Prozesskostenhilfe sind die, dass der entsprechende Antrag ordnungsgemäß und vollständig ausgefüllt ist und Belege zum Nachweis der Einkommensverhältnisse beigefügt sind. Die von Ihnen angestrebte Klage oder Verteidigung gegen eine Klage müssen hinreichende Aussicht auf Erfolg haben und nicht mutwillig erscheinen, dies wird vom Gericht aber nur oberflächlich geprüft. Wenn das Gericht Ihnen Prozesskostenhilfe gewährt, kann dies mit oder ohne Raten gewährt werden. Ratenzahlung bedeutet, dass die Staatskasse Ihnen ein Darlehen gewährt, das Sie in der Dauer von 48 Monaten zurückzuzahlen haben. Wenn die Prozesskostenhilfe ohne Raten gewährt wird, übernimmt die Staatskasse sämtliche Ihrer Kosten. Diese kann die Staatskasse aber bis zum Ablauf von 4 Jahren von Ihnen zurückfordern, wenn sich Ihre persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnisse positiv verändern. Bei gewährter Prozesskostenhilfe übernimmt die Gerichtskasse die Zahlung der Anwaltsgebühren, der Gerichtskosten sowie sämtliche Kosten für erforderliche Beweismittel.

Nicht übernommen werden hierbei aber die Kosten der gegnerischen Partei, wenn diese Ihnen durch ein Urteil des Gerichts auferlegt werden. Bei Gewährung von Prozesskostenhilfe ist im Gegensatz zur Beratungshilfe kein Eigenanteil an Ihren Anwalt zu zahlen.